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Barcelona: Einbahnstraßen und keine Megaphone mehr, um gegen störende Touristen vorzugehen

Die Behörden in Barcelona haben neue Maßnahmen eingeführt, um Probleme mit großen Reisegruppen in einem der beliebtesten Reiseziele Spaniens anzugehen.

Die katalanische Stadt führt strengere Kontrollen für geführte Touren ein, während landesweit gegen das Verhalten von Touristen vorgegangen wird.

Die neuesten Regeln sehen Lärmbeschränkungen, Nummernbegrenzungen und Einbahnstraßensysteme für Touren im historischen Zentrum vor, darunter rund um Antoni Gaudís Casa Battló und das Camp Nou des FC Barcelona.

Da die Besucherzahlen wieder auf das Vorpandemieniveau zurückkehren, zielen die Vorschriften darauf ab, den Druck auf die Anwohner zu verringern.

Was sind die neuen Regeln für geführte Touren in Barcelona?

BarcelonaDie neuen Maßnahmen von zielen darauf ab, die Beeinträchtigungen durch große Reisegruppen in der Innenstadt einzudämmen.

Reiseleiter müssen auf Megaphone verzichten und stattdessen Headsets und Ohrhörer verwenden oder in normaler Lautstärke sprechen.

Reiseveranstalter müssen Wanderrouten planen, die „Unannehmlichkeiten minimieren“. Die Touren müssen sich auch an ein Einbahnstraßensystem halten und die Routen sind auf 24 Straßen und Plätze begrenzt.

Während der Tour wurden die Führer gebeten, Haltestellen mit viel Platz zu wählen, um nicht zu einem Hindernis für andere Fußgänger zu werden.

Gruppen sind auf maximal 30 Personen begrenzt, in den sehr engen Gassen der Ciutat Vella, dem ältesten Viertel der Stadt, auf 15 Personen. Einige historische Sehenswürdigkeiten lassen nur Gruppen von drei bis acht Besuchern gleichzeitig zu.

Reiseveranstalter wurden auch gebeten, Besucher zu ermutigen, Touren im Voraus zu buchen, anstatt auf den Straßen der Stadt um Buchungen zu werben.

Was sind die neuen Regeln für Touristen in Spanien?

Barcelonas Beschränkungen kommen, da das Land gegen unerwünschtes Touristenverhalten vorgeht.

In Playa de Palma, einem der beliebtesten Partyviertel Mallorcas, haben sich Geschäftsinhaber darauf geeinigt, in bestimmten Bars und Restaurants eine Kleiderordnung einzuführen.

Besuchern wird der Zutritt verweigert, wenn sie Badeanzüge, Fußballtrikots und an Straßenständen gekaufte Accessoires wie Regenschirmhüte oder Goldketten tragen. Die Bar- und Restaurantbesitzer hoffen, dass die neuen Maßnahmen dazu beitragen, den sogenannten „Betrunkenentourismus“ in der Region zu bekämpfen.

SpanienDie Behörden von haben außerdem eine „Sechs-Getränke-pro-Tag“-Regel für All-Inclusive-Urlaube in bestimmten Resorts eingeführt. Urlauber müssen extra bezahlen, wenn sie zusätzliche Getränke wünschen.

Im Mai kündigte Barcelona einen Plan dazu an Touristenkriminalität eindämmen über den Sommer. „Operation Sommer“ sieht 12 Prozent mehr Polizisten in den belebtesten Gegenden der Stadt und härtere Strafen für Wiederholungstäter vor.

Quelle: Rebecca Ann Hughes von Euronews

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