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Qantas-Führungskräfte baten darum, wegen Personalmangels für fehlendes Bodenpersonal einzuspringen

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways hat die Führungskräfte des Unternehmens gebeten, angesichts des Personalmangels eine Rolle als Gepäckabfertiger zu übernehmen.

Laut einem internen Memo der BBC werden in den nächsten Monaten mindestens 100 Manager beim Sortieren, Scannen und Verladen des Gepäcks helfen.

Die Fluggesellschaft hofft, dass die Initiative den Mangel an Gepäckabfertigern bekämpfen wird, nachdem Tausende während der Pandemie entlassen wurden.

Qantas-Chefs melden sich freiwillig als Gepäckabfertiger

Mindestens 100 leitende Angestellte bei Qantas wurden gebeten, in den nächsten drei Monaten ihre Bürojobs gegen Positionen des Bodenpersonals zu tauschen.

In einem internen Memo, das mit der Presse geteilt wurde, bat der Chief Operating Officer des Unternehmens, Colin Hughes, die Mitarbeiter, sich freiwillig für die Rollen zu melden.

„Menschen, die auf das EOI reagieren [expression of interest] werden in der Rampenumgebung an den Flughäfen Sydney und Melbourne ausgebildet und eingeteilt“, heißt es in der Notiz.

„Diese Leute werden unsere Bodenabfertigungspartner, die den Qantas-Betrieb leiten, über einen Zeitraum von drei Monaten ab Mitte August unterstützen.“

Der Chief Operating Officer fügte hinzu: „Es wird nicht erwartet, dass Sie sich zusätzlich zu Ihrer Vollzeitstelle für diese Rolle entscheiden.“

In dem Memo heißt es auch, dass Antragsteller in der Lage sein sollten, Gepäck mit einem Gewicht von bis zu 32 Kilogramm zu heben.

Die Initiative kommt, während die Fluggesellschaft damit kämpft, weiterzumachen Arbeitskräftemangel inmitten eines Anstiegs der Reisendenzahlen nach der Pandemie.

Warum hat Qantas Probleme?

Während der Sperrung des Coronavirus im Jahr 2020 entließ Qantas mindestens 1.600 Gepäckabfertiger und lagerte ihre Positionen an Auftragnehmer aus. Die Entscheidung wurde inzwischen für rechtswidrig erklärt, obwohl die Fluggesellschaft angekündigt hat, Berufung einzulegen.

Die einst hoch bewertete Fluggesellschaft frustrierte Kunden mit verspäteten oder stornierte Flüge diesen Sommer u lange Schlangen an Flughäfen. Rund 200 Mitarbeiter der Zentrale seien seit Ostern dieses Jahres während der Hauptverkehrszeiten an Flughäfen im Einsatz, heißt es in dem Memo.

Die Fluggesellschaft hofft, diese Probleme zu bekämpfen, indem sie im nächsten Monat weniger Flüge plant und mehr Mitarbeiter einstellt.

Quelle: Rebecca Ann Hughes von Euronews

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