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Der Euro-Ausblick bleibt düster, da die Gaspreise steigen und Fed-Anhebungen drohen. Kann sich EUR/USD erholen?

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  • EUR/USD hat ein 20-Jahres-Tief erreicht, da sich Inflation und Energieprobleme bemerkbar machen
  • Der US-Dollar hat Zinssatz-Rückwind vor der Sitzung der Federal Reserve
  • Technische Signale können Richtungshinweise geben. Wird EUR/USD ein neues Tief erreichen?

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EURO HINTERGRUND

Der Euro bleibt anfällig, insbesondere gegenüber einem stärker werdenden US-Dollar, der hauptsächlich auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Die russische Ölversorgung nach Europa ist stark gefährdet, und die Erdgaspreise haben darauf mit einem sprunghaften Anstieg reagiert.

Der Benchmark-Erdgas-Futures-Kontrakt Dutch Title Transfer Facility (TTF) ist in die Luft gegangen. Der Kontrakt liegt 250 % über dem Juni-Tief. Deutlicher für die sich entwickelnde Krise ist, dass der Preis von unter 4 Euro pro Megawattstunde (MWh) im Jahr 2020 auf heute über 292 MWh gestiegen ist.

Das Zinsgefälle zwischen der Europäischen Union und den USA erzeugt ebenfalls Gegenwind für EUR/USD. Das am Donnerstag beginnende Symposium der US-Notenbank in Jackson Hole könnte weitere Hinweise auf den Weg zukünftiger Zinserhöhungen der Fed geben.

Unterdessen wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen bei ihrer Sitzung im September anheben wird, um die alarmierende Inflation in einer Zeit zu bekämpfen, in der sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern. Der VPI der Eurozone wird nächsten Mittwoch veröffentlicht.

EUR/USD TECHNISCHE ANALYSE

Am Dienstag fiel der EUR/USD auf 0,9900, den niedrigsten Stand seit Dezember 2002.

Die Bewegung ging unter das untere Band des 21-Tages einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) basierendBollinger-Band. Zum gestrigen Handelsschluss schloss es wieder innerhalb der Band. Dies könnte ein kurzfristiges Signal dafür sein, dass sich der Abwärtstrend umkehren könnte.

Insgesamt bleibt der absteigende Trendkanal bestehen. Im Mai und Juni bildete er Tiefs von 1,0349 bzw. 1,0359. Beide Male prallte der Kurs vom Januar-Tief 2017 von 1,0340 ab. Diese drei Niveaus wurden Mitte Juli beim ersten Run bis auf 0,9952 durchbrochen.

Diese drei Niveaus, die durchbrochen wurden, wurden zu Bruchpunkt-Widerstandsniveaus. Der Kursanstieg testete diese Niveaus und erreichte vor zwei Wochen ein Hoch bei 1,0369. Dies hat nun eine potenzielle Cluster-Widerstandszone bei 1,0340 – 1,0370 geschaffen.

Da wir uns diese Woche unter dieses Juli-Tief bewegt haben, könnte die 1,618 % Fibonacci-Erweiterung bei 0,9696 Unterstützung bieten. Dieses Niveau fällt derzeit mit der Untergrenze des absteigenden Trendkanals zusammen.

Diagramm Erstellt in TradingView

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— Geschrieben von Daniel McCarthy, Stratege für DailyFX.com

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Quelle:
Daniel McCarthy,
von DailyFX

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