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Britisches Pfund (GBP) Prognose: GBP/USD geplagt von steigender Inflation, Energiepreisen

GBP/USD – Preise, Diagramme und Analysen

  • Die britischen Energierechnungen steigen um 80 %.
  • Die zweistellige Inflation wird in den kommenden Monaten anhalten.
  • GBP/USD bleibt unter Druck.

Während Großbritannien ein langes Wochenende beginnt, werden Nachrichten, dass Millionen von Haushalten und Unternehmen mit einem enormen Anstieg der Energierechnungen konfrontiert sein werden, die Befürchtungen nur verstärken, dass der britischen Wirtschaft einige düstere Quartale bevorstehen. Die staatliche Regulierungsbehörde OFGEM gab heute bekannt, dass die typische Energierechnung eines Haushalts im Oktober 3.549 GBP pro Jahr erreichen wird, was einer Steigerung von 80 % gegenüber der derzeitigen Energiepreisobergrenze von 1.971 GBP entspricht. Und die Situation wird sich noch viel verschlimmern, wenn die Regierung nicht stark eingreift. Laut Cornwall Insights, einem Beratungsunternehmen für den Energie-, Versorgungs- und Umweltsektor, könnten die Energiepreise weiter steigen und im Januar 5.386 GBP und im April knapp über 6.600 GBP erreichen.

Steigende Energiepreise sind der Hauptgrund für die jüngste schlagzeilenträchtige Mitteilung einer Investmentbank, dass die britische Inflation in den kommenden Monaten ein atemberaubendes Niveau erreichen könnte. Laut Citi-Ökonomen könnte der britische CPI im Januar 18 % erreichen, während der RPI voraussichtlich 21 % erreichen wird. Citi erwartet, dass die Stromrechnungen in Großbritannien im Januar 2023 4.567 GBP und im April 5.816 GBP erreichen werden.

Die neue britische Regierung – die voraussichtlich am 5. September bekannt gegeben wird – wird entschlossen und schnell handeln müssen, um diese massiven Energiepreiserhöhungen abzumildern. Jegliche Energiepreiszahlungen oder Subventionen werden sofort benötigt und werden die Inflationsängste in Großbritannien verstärken. Eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte ist bei der nächsten BoE-Sitzung am 15. September bereits vollständig eingepreist, und die Märkte beginnen nun damit, eine Bankrate von 4 % im nächsten Jahr einzupreisen, verglichen mit dem aktuellen Niveau von 1,75 %. Der britische Gilt-Markt hat im August eine deutliche Neubewertung der Renditen erlebt, wobei die zinssensitiven Zweijahresanleihen seit Anfang des Monats um über 110 Basispunkte gestiegen sind.

Der britische Wirtschaftskalender ist nächste Woche ziemlich mager, was das britische Pfund anfällig für makroökonomische Schlagzeilen und externe Faktoren macht. Alle marktbewegenden Wirtschaftsdaten und Ereignisse finden Sie im DailyFX-Kalender

Cable hat sich kaum verändert, nachdem die jüngste Rede des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, beim Symposium in Jackson Hole das Publikum in Bezug auf die zukünftige Fed-Politik nicht besser gestellt hatte. Powell merkte an, dass ein Scheitern der Wiederherstellung der Preisstabilität „weitaus größere Schmerzen bedeuten würde“, während der Fed-Vorsitzende sagte, dass die Zentralbank „entschlossen handeln“ würde, um den Preisdruck zu verringern. Die mit Spannung erwartete Rede ließ den Markt mit einem schwachen Gefühl der Falkenhaftigkeit zurück, aber nicht genug, um einen merklichen Unterschied zum US-Dollar nach der Rede zu machen.

Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell

GBP/USD wechselt derzeit den Besitzer um den Bereich von 1,1800 und sieht so aus, als ob es nach unten gehen möchte. Der aktuelle Zustand der britischen Wirtschaft und ein US-Dollar mit wenig Grund zur Schwäche machen das jüngste Tief von 1,1718 anfällig.

GBP/USD Tageschart – 26. August 2022

Britisches Pfund (GBP) Prognose: GBP/USD geplagt von steigender Inflation, Energiepreisen

Einzelhandelsdaten zeigen 78,14 % der Trader sind netto-long, wobei das Verhältnis von Long- zu Short-Tradern bei 3,57 zu 1 liegt. Die Zahl der Netto-Long-Händler ist 1,19 % niedriger als gestern und 7,22 % höher als letzte Woche, während die Zahl der Netto-Short-Händler 6,77 % höher ist als gestern und 1,31 % höher als letzte Woche.

Wir sehen das Sentiment in der Regel konträr, und die Tatsache, dass Trader netto-long sind, deutet darauf hin, dass die GBP/USD-Kurse weiter fallen könnten. Die Positionierung ist weniger Netto-Long als gestern, aber mehr Netto-Long von letzter Woche. Die Kombination aus aktueller Stimmung und jüngsten Veränderungen gibt uns einen weiteren Hinweis gemischte GBP/USD-Trading-Tendenz.

Was ist Ihre Meinung dazu das Britisches Pfund – bullish oder bearish?? Sie können uns dies über das Formular am Ende dieses Artikels mitteilen oder den Autor über Twitter kontaktieren @nickcawley1.

Quelle:
Nick Cawley,
von DailyFX

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