Berlin

Berlin – Digitale Plattform „Abfallarme Großveranstaltungen“ geht an den Start

Pressemitteilung vom 22.11.2022

Der Berliner Senat hat sich im Rahmen der Zero-Waste-Strategie des Landes das Ziel gesetzt, das Restabfallaufkommen der Stadt sowohl in privaten Haushalten als auch im gewerblichen Bereich drastisch zu reduzieren und nicht vermeidbare Abfälle optimal als Ressource zu nutzen.

In der Metropole Berlin entstehen bei öffentlichen Veranstaltungen jährlich rund 1.600 Tonnen Abfall, davon allein 750 Tonnen bei Großveranstaltungen mit mehr als 100.000 Besucher*innen. Ein Großteil dieses Abfalls wäre vermeid- oder verwertbar.

Bindende Anforderungen an die Abfallvermeidung und -verwertung für Großveranstaltungen von öffentlichen Einrichtungen finden sich im Leistungsblatt Nr. 24 der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt (VwVBU). Danach sind u. a. der Einsatz von Portionsverpackungen verboten und die Verwendung von Mehrweggeschirr vorgeschrieben. Darüber hinaus beinhalten z. B. das Berliner Straßengesetz und das Grünanlagengesetz die Möglichkeit, das Mehrweggebot oder Anforderungen an die Vermeidung und Entsorgung von Verpackungsabfällen in Nebenbestimmungen zu den Sondernutzungserlaubnissen und Genehmigungen sowie mittels Auflagen in Miet- und Pachtverträgen festzulegen.

Die Plattform, die in Zusammenarbeit der Senatsverwaltung mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) entstanden ist, soll es sowohl Behörden als Eigentümer:innen und Verwalter:innen von öffentlichen Flächen und öffentlichen Einrichtungen, als auch den durchführenden Veranstalter:innen sowie den beteiligten Unternehmen, wie beispielsweise Caterern und Aussteller:innen, erleichtern, abfallarme Großveranstaltungen zu planen und durchzuführen.

Die Plattform enthält neben einem Leitfaden mit Handlungsanweisungen und Mustervorlagen für Abfallkonzepte und Abfallberichte für die beteiligten Akteur:innen eine Schaltfläche „Kontakte“.

Hier sollen künftig Ansprechpartner:innen in Behörden, Anbieter:innen von Serviceleistungen wie Mehrwegprodukten und Spülmobilen aber auch Entsorgungsbetriebe und Re-Use-Initiativen gelistet sein. Aktuell sind Interessierte aufgerufen, ihre Kontaktdaten und Angebote zu hinterlegen, um die Plattform mit Leben und Informationen zu füllen.

Siehe auch  Berlin - Ein Recht auf Selbstbestimmung

Dr. Silke Karcher, Staatssekretärin für Umwelt und Klimaschutz: „Wir wollen als Hauptstadt Zero-Waste-Vorreiter werden. Mit den verpflichtenden Vorgaben zur Abfallvermeidung und -verwertung für Großveranstaltungen von öffentlichen Einrichtungen haben wir hierfür schon deutliche Zeichen gesetzt. Mit der neuen Plattform wird es nun noch einfacher, Veranstaltungen ressourcen- und umweltschonend durchzuführen. So wird unsere Stadt sauberer und attraktiver.“

Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigung (BSR): „Die neue Plattform ist ein weiterer Schritt in Richtung Zero-Waste-Stadt Berlin. Die darauf enthaltenen Informationen und Unternehmenskontakte ermöglichen, Abfallvermeidung und Ressourcenschonung für die Planung öffentlicher Veranstaltungen in den Fokus zu nehmen und erfolgreich umzusetzen. Ich freue mich, dass wir hier gemeinsam mit dem Berliner Umweltsenat ein attraktives Angebot schaffen konnten.“

Quelle: Stadt Berlin

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