Köln

Köln – Stahlbau am MiQua kann fortgesetzt werden

Die Stadt Köln hat eine neue Stahlbaufirma für den Bau des „MiQua – LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ (MiQua) beauftragt. Die Arbeiten für den Stahlbau können damit noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden. Die Stahlbauarbeiten werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate ausgeführt und fertiggestellt, sodass gemäß aktuellem Terminplan ab Ende 2023 die nachfolgenden Dach- und Fassadengewerke mit ihren Arbeiten beginnen können.

Die Bauteile, die die Stadt vom ehemaligen Stahlbauunternehmen gesichert hat, wurden Anfang November vollständig im Lager angeliefert und können zur weiteren Bearbeitung an das neue Stahlbauunternehmen übergeben werden.

Mit der Beauftragung können nun die neuen Vertragstermine mit den bereits beauftragten Folgegewerken, die nach Fertigstellung des Stahlbaus ihre jeweiligen Leistungen erbringen sollen, vereinbart werden. Deren Fristen waren durch die Verzögerungen im Gewerk Stahlbau weit überschritten worden, so dass sie nicht mehr an diese gebunden waren.

Es handelt sich dabei um 13 Gewerke für Dach, Fassade, technische Gebäudeausstattung, Ausbau und Außenanlagen. Im Anschluss kann die Stadt Köln den Gesamtterminplan für das Projekt „MiQua“ aktualisieren und konkretere Aussagen zur Kostenentwicklung treffen.

Der vorherigen Stahlbaufirma musste im Dezember 2021 gekündigt werden. Ab Januar 2022 wurde die neuerliche Ausschreibung und Vergabe vorbereitet, was eine aufwändige Leistungsstandfeststellung sowie die Erhebung der Mängel und Restarbeiten erforderlich machte.

Die Vergabe wurde als öffentliches, europaweites, zweistufiges Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Während oberirdisch durch die Neuvergabe des Stahlbaus die Arbeiten zum Großteil ruhen mussten, wurde die Baustelle unter Tage verstärkt vorangetrieben.

Auch zahlreiche Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit konnten die Mitarbeitenden der Archäologischen Zone im vergangenen halben Jahr bei den Ausgrabungen zur Parcourserstellung im künftigen unterirdischen Rundgang freilegen.

Siehe auch  Köln - Tempo 20 auf der Venloer Straße

Das Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ entsteht auf und unter dem Kölner Rathausplatz. Es präsentiert mit dem römischen Praetorium, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem Goldschmiedeviertel einige der bedeutendsten archäologischen Architekturfunde zur Geschichte der Stadt Köln und des Rheinlandes. Das Museum wird sich aus einer unterirdischen archäologischen Fundebene und dem oberirdischen Neubau zusammensetzen.

In der rund 6.000 Quadratmeter großen Ebene unter dem Niveau des Platzes wird ein archäologischer Rundgang als Dauerausstellung eingerichtet. Diese wird in der Ausstellungsfläche im ersten Obergeschoss fortgesetzt mit dem Ausstellungsteil zur jüdischen Geschichte und Kultur Kölns seit 1424, dem Jahr der Vertreibung der Juden aus Köln, bis in die Moderne. Mit der Übergabe übernimmt der LVR die Trägerschaft. Die Stadt Köln unterhält das Gebäude und das Bodendenkmal.

Quelle: Stadt Köln

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