Berlin

Berlin – Bibliotheken im EU-Ratsarbeitsplan für Kultur 2023-2026

Pressemitteilung vom 01.12.2022

Am 29. November wurde im Rahmen der Ratspräsidentschaft der Tschechischen Republik der vom Rat beschlossene Arbeitsplan des Rates für Kultur 2023-2026 veröffentlicht. In diesen für jeweils vier Jahre erarbeiteten Plänen werden die Schwerpunktthemen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf dem Feld der Kultur festgelegt. Der neue Arbeitsplan setzt Prioritäten in den Bereichen Stärkung von Kultur- und Kreativschaffenden, Stärkung der kulturellen Teilhabe und der Rolle der Kultur in der Gesellschaft, Wirkung der Kultur zur Bekämpfung des Klimawandels sowie Stärkung der kulturellen Dimension der EU-Außenbeziehungen. Er bildet die Grundlage für vielfältige Formen der Auseinandersetzung und des Austauschs zu den benannten Themen.

Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, begrüßt insbesondere, dass die Stärkung der Öffentlichen Bibliotheken als eine der Aktionen in den Ratsarbeitsplan aufgenommen wurde: „Den Öffentlichen Bibliotheken kommt als niedrigschwelligen und nichtkommerziellen freien und sicheren Kulturorten eine besondere Rolle bei der Ermöglichung kultureller, digitaler und sozialer Teilhabe zu. Sei es bei der Bekämpfung von Desinformation, bei der Förderung europäischer Werte oder der Stärkung der Medien- und Digitalkompetenz – Öffentliche Bibliotheken wirken auf diesen Feldern seit vielen Jahren und setzen sich aktiv in ihren Städten, Regionen und Gemeinden für ein soziales, lebenswertes und nicht zuletzt nachhaltiges Europa ein.“

Für die Aufnahme der Öffentlichen Bibliotheken als Thema in den Ratsarbeitsplan hatte sich Berlin im Vorfeld nachdrücklich eingesetzt. Bereits im Rahmen ihrer Mitwirkung in der EU-Städteagenda (Partnerschaft „Kultur und kulturelles Erbe“) hatte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit der Aktion „Raise Awareness for Public Libraries“ den Blick von Akteuren – aus ganz Europa, von Städten, Regionen, Mitgliedsstaaten und EU – auf die wichtige Rolle von Öffentlichen Bibliotheken gelenkt.

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Ohne die Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Frau Staatsministerin Claudia Roth, sowie der Kulturminister:innen der Länder wäre dieses Ergebnis jedoch nicht erreichbar gewesen. Senator Dr. Lederer: „Mein Dank gilt hier insbesondere den Mitarbeitenden der BKM, der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU und den EU-Beauftragten für Kulturfragen der Länder sowie der tschechischen Ratspräsidentschaft, die den Vorschlag im Sinne der Bibliotheken so tatkräftig unterstützt haben.“

In den kommenden vier Jahren wird die Stärkung der Öffentlichen Bibliotheken mit unterschiedlichen Methoden untersucht und diskutiert. Im Zentrum wird eine Expert:innen-Arbeitsgruppe der Mitgliedstaaten stehen, die sich mit der Rolle von Bibliotheken als demokratische Orte für die gesamte Gesellschaft befassen wird. Den Abschluss könnte ein politisches Dokument des Rates bilden (sogenannte ‚Schlussfolgerungen des Rates‘) bilden, das neben einer Positionsbestimmung auch Anregungen für die weitere Arbeit des Rates, der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten enthält. Daneben sind Workshops und eine Konferenz geplant. „Ich erhoffe mir für die Öffentlichen Bibliotheken in Europa eine Verbesserung des Zugangs zu Fördermitteln der europäischen Ebene sowie ein verstärktes Mitdenken von Bibliotheken bei Initiativen z.B. auf dem Feld der Bildung, des informellen und des lebensbegleitenden Lernens sowie der Stärkung der demokratischen Teilhabe.“, so
Senator Dr. Klaus Lederer.

Link zum EU-Ratsarbeitsplan für Kultur 2023-2026:
https://www.consilium.europa.eu/media/60399/st15381-en22.pdf

Kontakt zum Fachreferat II C bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa für Rückfragen:
E-Mail:

Quelle: Stadt Berlin

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