Berlin

Berlin – Pressemitteilung: Pflegebedürftige 27-Jährige mutmaßlich mit Speisebrei erstickt – Anklageerhebung

Pressemitteilung vom 01.12.2022

Anfang August soll eine 45-Jährige eine pflegebedürftige 27-Jährige so schnell mit so großen Mengen Breis gefüttert haben, dass diese erstickte. Gegen die Pflegerin hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben.

Zu einem nicht mehr näher eingrenzbaren Zeitpunkt zwischen dem 4. und 6. August 2022 soll die Pflegerin in Prenzlauer Berg der Verstorbenen, die aufgrund einer Trisomie 8-Beeinträchtigung auf Hilfe angewiesen war, zügig so viel Brei verabreicht haben, dass diese nicht mehr normal schlucken konnte. Stattdessen soll die junge Frau über mehrere Atemzüge hinweg einen großen Teil des Breis in die Luftröhre eingeatmet haben. Die Angeschuldigte soll die zunehmende Atemnot der Pflegebedürftigen erkannt, aber diese zunächst trotzdem weiter gefüttert haben. Als diese schließlich bewusstlos wurde, soll die Angeschuldigte auch keinerlei Hilfsmaßnahmen eingeleitet haben.

Ob und warum es zu diesem Geschehen gekommen ist, wird nun eine Strafkammer des Landgerichts Berlin klären müssen.

Vorherige gemeinsame Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom 8. August 2022: https://www.berlin.de/generalstaatsanwaltschaft/presse/pressemitteilungen/2022/pressemittei-lung.1233501.php

Büchner
Oberstaatsanwalt
Pressesprecher

Quelle: Stadt Berlin

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